Seit ich denken kann habe ich mich bereits gegen Rassismus eingesetzt.
Ich weiß noch eine Situation in der Realschule, als ein Mitschüler einen anderen mit „Jude“ beschimpft hatte. Das hat mich so sehr geärgert hat, dass ich mich direkt eingemischt und ihm erklärt habe, dass er das nicht tun soll, weil das diskriminierend und sehr verletzend ist.
Rassismus fängt im Alltag an. Bei uns selbst und vor der Haustür. Wenn wir nicht dagegen aufstehen, dann findet es seinen Weg in größere Ausmaße und wird politisch.

Die Verantwortung liegt bei uns allen, gegen Rassismus und Fremdenhass aufzustehen und Gesicht zu zeigen.
Daher setze ich mich auch als Beauftragte gegen Rechtsextremismus im Bezirksausschuss 16 dafür ein, dass wir Rechtsextremist*Innen und Rassist*Innen keinen Raum bieten, ihren Hass kund zu tun.

Flagge zeigen. Gesicht zeigen. Das ist enorm wichtig in einer Zeit, in der Neonazis sich Hand in Hand mit Faschisten unter dem Deckmantel der Bürgerlichkeit verstecken und gemeinsam mit Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremisten unsere Demokratie massiv und unverhohlen angreifen.

Dabei reicht es nicht aus, einer rechtsextremistischen und faschistischen Partei im Bundestag nur mit Demonstrationen Einhalt zu gebieten.


Wir müssen unsere Demokratie verteidigen und für unsere Grundwerte einstehen.
Menschlichkeit und Nächstenliebe vorleben, Menschenrechte und Grundrechte schützen und so Hass und Hetze keine Chance geben.

In Zeiten, in denen Rechtsextremist*Innen mit Querdenker*Innen unsere Demokratie bedrohen und sogar Polizist*innen angreifen, brauchen wir eine Politik der Vielfalt. Nur so können wir eine rassistischer Partei, die im Hohen Hause sitzt entgegentreten.

Lasst uns zeigen, wie bunt und vielfältig und divers unsere Gesellschaft ist.

Lasst uns zeigen, dass im hohen Hause kein Platz für Faschisten und Rassisten ist!

Lasst uns mehr People of Colour und Migrant*innen in die Parlamente wählen.

Immer mehr Fälle von rassistischen Strukturen werden bei der Polizei und auch beim Bund aufgedeckt. Doch das Innenministerium sieht noch immer keinen Anlass für eine wissenschaftliche Aufklärung über verfassungsfeindliche Tendenzen bei der Polizei und lehnt diese nach wie vor ab.

Vaniessa Rashid